ZukunftsForum IV: Denken und Arbeiten in der Welt von morgen

Wissen schaffen – Denken und Arbeiten in der Welt von morgen – BMBF-ZukunftsNacht zu Veränderungen in der Arbeitswelt

Wie verändert die Digitalisierung unsere Arbeit? Welchen Stellenwert wird Arbeit in Zukunft haben? Diese und weitere Fragen diskutierten Bürgerinnen und Bürger am 29. März mit Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

Der Wandel von Arbeitsprozessen schreitet unaufhaltsam voran, gleichzeitig liegt es an uns Menschen, diese Entwicklung so zu gestalten, dass Arbeit auch in Zukunft Existenzen sichert und Sinn stiftet. Das war der Grundtenor der Diskussion, an der sich rund 150 Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter von Politik und Wissenschaft beteiligten. Unter dem Titel „Wissen schaffen – Denken und Arbeiten in der Welt von morgen“ tauschten sich die Teilnehmenden mit Bundesforschungsministerin Johanna Wanka darüber aus, welche Chancen und Grenzen sie mit Blick auf Industrie 4.0, künstliche Intelligenz und neuen Formen der Zusammenarbeit für die zukünftige Arbeitswelt erwarten.

Chancen aufzeigen und Ängste abbauen

Die Gäste wünschten sich, dass digitale Kompetenzen in Aus- und Weiterbildung stärker vermittelt werden. Eine wichtige Rolle spielen dabei Lernformen, die junge wie ältere Menschen dabei unterstützen, ihre digitalen Kompetenzen anzupassen und aufzubauen. Der Bürgerdialog brachte auch den Wunsch zum Ausdruck, die Öffentlichkeit besser über technologische Möglichkeiten zu informieren, um Chancen aufzuzeigen und Ängste im Zusammenhang mit dem digitalen Wandel abzubauen. Des Weiteren bestand Einigkeit darüber, dass flexible Arbeitszeitmodelle intensiver erforscht werden sollen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass Arbeit in Zukunft breiter definiert wird als bisher. So vermuteten viele Gäste, dass zukünftig auch Kinderbetreuung bzw. -erziehung sowie die Pflege von Angehörigen mehr gesellschaftliche Anerkennung erfahren wird.

Handlungsempfehlungen für das BMBF

Die Diskussion hatte die drei thematischen Schwerpunkte „Wie bereiten wir uns auf die Arbeitswelt von morgen vor?“, „Wie gestaltet sich der Arbeitsalltag von morgen?“ und „Was bedeutet uns Arbeit in Zukunft?“ Nach jedem Themenblock stimmten die Gäste über Handlungsempfehlungen ab, denen sich das BMBF vorrangig widmen soll. Zur Abstimmung standen Forschungs- und Regulierungsfragen, aber auch Themen, über die das BMBF die Bürgerinnen und Bürger verstärkt informieren sollte. Die Ergebnisse des Dialogs wertet das Bundesbildungsministerium aus und bezieht sie in die Entwicklung langfristiger, bürgernaher Innovationsstrategien ein.

Hier finden Sie die Abstimmungsergebnisse der ZukunftsNacht.

Bildbeschreibung
Bundesforschungsministerin Johanna Wanka während der ZukunftsNacht
Copyright Florian Gärtner/photothek.net

Bürgerdialogreihe

Die ZukunftsNacht war Teil der Bürgerdialogreihe „ZukunftsForen“, die Bundesforschungsministerin Johanna Wanka im Sommer 2015 ins Leben gerufen hatte. Die ZukunftsForen brachten Wissenschaft, Politik und Gesellschaft gezielt miteinander ins Gespräch, um gemeinsam Antworten auf zentrale Zukunftsfragen zu finden. Wie bereits bei den vorherigen drei ZukunftsForen gliederte sich das Format in drei Phasen: Bei einer repräsentativen Umfrage – dem ZukunftsMonitor – wurden zunächst mehr als 1.000 Bürgerinnen und Bürger zum Thema befragt. Anfang März waren anschließend 50 Teilnehmer aus ganz Deutschland beim ZukunftsTag dabei, einem ganztägigen Workshop. Hier entwickelten die Bürgerinnen und Bürger Ideen und Handlungsempfehlungen, die bei der ZukunftsNacht vertieft diskutiert wurden.

Sehen Sie hier Bildeindrücke der ZukunftsNacht.

Einen Rückblick auf den ZukunftsTag finden Sie hier.