ZukunftsForum III: Lehren, Lernen & Leben in der digitalen Welt

„Lehren, Lernen und Leben in der digitalen Welt“

Ergebnisse und erste Antworten des BMBF

Stand: März 2017

Mit der ZukunftsNacht am 24. Oktober 2016 fand das ZukunftsForum III „Lehren, Lernen und Leben in der digitalen Welt“ seinen Abschluss und Höhepunkt. Rund 130 Gäste diskutierten gemeinsam mit Ministerialdirigent Dr. Stefan Luther, dem Leiter der Unterabteilung „Strategie, Digitaler Wandel“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), die Bürgerempfehlungen aus dem ZukunftsTag und stimmten über die Prioritäten ab.

Bürgerbeteiligung verfolgt keinen Selbstzweck, sondern muss sich stets an der glaubwürdigen Berücksichtigung ihrer Beteiligungsergebnisse messen lassen. In diesem Sinne wurden die Ergebnisse des ZukunftsForums vom BMBF ausgewertet. Ziel ist es unter anderem, sie in die Entwicklung langfristiger Bildungs- und Forschungsstrategien einzubeziehen.

Schülerinnen und Schüler beim digital gestützten Lernen unterstützen, mehr Forschung zu den ethischen Aspekten der Digitalisierung betreiben und eine frei zugängliche zentrale Plattform für Lerninhalte fördern – das sind nach Ansicht der Teilnehmer an dem Bürgerdialog wichtige Aufgaben. Digitale Bildung kann das Lernen besser und leichter machen, aber nicht alles Digitale ist auch pädagogisch sinnvoll, das war die Ansicht vieler Diskussionsteilnehmer. Auch wenn digitale Technologien eine immer größere Rolle spielen, bleibt das Begreifen im wörtlichen Sinn ein elementarer Bestandteil des Lernens, so zum Beispiel in der Berufsausbildung: Hier lässt sich der Umgang mit Werkzeug und Material digital ergänzen, aber nicht vollständig ersetzen.

Die Rolle der Lehrkräfte sehen die Teilnehmenden durch lernbegleitendes digitales Material teilweise sogar gestärkt, zum Beispiel weil sie mehr Zeit und Aufmerksamkeit für die sozialen Aspekte der Lehre einsetzen können. Für viele der Teilnehmer war klar: Es bedarf mehr Forschung und mehr gesicherten Wissens, etwa zu den Folgen der Digitalisierung und dem didaktisch sinnvollen Einsatz von digitalen Medien. Dies zeigte sich in der Abstimmung über mögliche Handlungsempfehlungen für das BMBF.

Die vollständige Liste der Handlungsempfehlungen aus dem ZukunftsTag finden Sie hier.

Die Ergebnisse des dritten ZukunftsForums geben dem Ministerium für die weitere Arbeit wichtige Anregungen und bestärken in der bereits bestehenden Arbeit.

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl bestehender und erster geplanter Programme und Maßnahmen des BMBF bzw. der Bundesregierung, welche zu den Fragen und Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger Erkenntnisse generieren und Lösungen entwickeln sollen. Der Fokus liegt auf den Handlungsempfehlungen, die von den Bürgerinnen und Bürgern auf der ZukunftsNacht mit höchster Priorität bewertet wurden.


Oberthema 1 „Was lernen wir in Zukunft?“

I. Rahmenbedingungen, Regulierungsfragen, Förderansätze

Für welche Rahmenbedingungen soll sich das BMBF einsetzen? Welche Ziele können durch Förderansätze erreicht werden?

„Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende werden kompetent beim medienbegleiteten Lernen unterstützt.“

[Priorität für 37,0%]

Den digitalen Wandel in der Bildung voranzutreiben – das ist das Ziel der „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“. Die Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zeigt Chancen und Handlungsfelder auf, die der digitale Wandel für alle Bildungsbereiche von der frühkindlichen Bildung über Schule, berufliche Bildung und Hochschule bis zur Weiterbildung bietet.
Mehr Informationen unter:
www.bmbf.de/de/sprung-nach-vorn-in-der-digitalen-b...
www.bmbf.de/files/Bildungsoffensive_fuer_die_digit...


Das BMBF fördert derzeit im Rahmen seines Programms „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“ die Entwicklung, Erprobung und den Einsatz neuer, digitaler Medien in der beruflichen Aus- und Weiterbildung – mit einem jährlichen Umfang von etwa 13 Millionen Euro (ESF-kofinanziert). Unterstützt werden beispielhafte Lösungen zum Einsatz von digitalen Medien und zur Stärkung von digitaler Kompetenz in der beruflichen Aus- und Weiterbildungspraxis.
Mehr Informationen unter:
www.bmbf.de/de/digitale-medien-in-der-bildung-1380...


Um die Potenziale offener Bildungsmaterialien besser zu erschließen, fördert das BMBF den Aufbau einer Informationsstelle für offene Bildungsmaterialien (Open Educational Resources - OER). Ziel ist es, durch Informationen, Transfer und Vernetzung OER nachhaltig in der deutschen Bildungslandschaft zu verankern. Zentrales Element ist dabei der Aufbau eines Webportals, auf dem umfassende Informationen zum Thema bereitgestellt werden. Verantwortlich für den Aufbau der Informationsstelle ist der Deutsche Bildungsserver. Darüber hinaus werden etwas über 20 Projekte, z. T. Verbünde zur Sensibilisierung von Multiplikatoren für das Thema OER, gefördert. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Informationsstelle.
Mehr Informationen unter:
http://open-educational-resources.de


„Jüngere Menschen werden dabei gefördert, sich selbstständig, wertebasiert und sicher im digitalen Raum zu bewegen.“

[Priorität für 28,4%]

Die Gestaltung der Rahmenlehrpläne liegt in der Verantwortung der Länder. Die Umsetzung erfolgt z.B. in Form der Pflichtfächer „Wirtschaft und Beruf“ und „Basiskurs Medienbildung“ in Baden-Württemberg oder als Bestandteil des freiwilligen Informatikunterrichts in Berlin. Die Freistaaten Sachsen und Bayern sehen in ihren Lehrplänen, neben der Vermittlung technischer Grund- und Programmierkenntnisse, die Vermittlung von Medienbildungsinhalten sowohl im Fach Informatik, wie auch als Querschnittsthema in anderen Fächern vor. Darüber hinaus stellt die bildungsbereichsübergreifende Förderung digitaler Kompetenz als Fähigkeit zur fachkundigen und zugleich reflektierten Nutzung digitaler Medien einen der Eckpfeiler der BMBF-Strategie „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“ dar.


„Mithilfe eines neuen Berufsfeldes werden neue und vorhandene Technologien besser in den Schulalltag integriert.“

[Priorität für 19,8%]

Das BMBF fördert das Projekt „Schulcloud“, das im Rahmen der Plattform „Digitalisierung in Bildung und Wissenschaft“ auf dem Nationalen IT-Gipfel 2016 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Das Projekt wird durch das Hasso-Plattner-Institut (HPI) und den Verein MINT-EC vorangetrieben. Die Pilotierung im Jahr 2017 erfolgt bei rund 25 Schulen, der Roll-out ist für das gesamte MINT-EC-Netzwerk für 2018 vorgesehen. Für die Schulen werden Inhalte und Services über eine Cloud-Infrastruktur bereitgestellt und gleichzeitig die Schulen von Administrationsaufgaben entlastet.
Mehr Informationen unter:
www.bmbf.de/de/fuer-einen-modernen-unterricht-die-...

II. Forschungsfragen

Zu welchen Themenfeldern sollte geforscht werden?

„Forschung zu ethischen Aspekten der Digitalisierung“
[Priorität für 39,1%]

Das Deutsche Internet-Institut soll die Entwicklungen rund um die Digitalisierung erklären und analysieren. Dabei stehen nicht technische Fragen im Mittelpunkt, sondern ethische, rechtliche und wirtschaftliche Aspekte. Auch Demokratie, Teilhabe und bürgerschaftliches Engagement sind ein Forschungsfeld für das zukünftige Institut. Weil die Digitalisierung ein hoch komplexer Prozess ist, der sowohl Zivilgesellschaft als auch Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft erfasst, können Forschungsfragen nur interdisziplinär bearbeitet werden: Am Internet-Institut sollen Forscherinnen und Forscher verschiedener Fachrichtungen insbesondere aus den Gesellschaftswissenschaften – Sozial- und Geisteswissenschaften, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften – und der Informatik gemeinsam forschen. Nach einem mehrstufigen Auswahlprozess soll das Deutsche Internet-Institut im Herbst 2017 seine Arbeit aufnehmen.
Mehr Informationen unter:

www.bmbf.de/de/aufbau-eines-deutschen-internet-ins...


Die Digitalisierung im Bildungsbereich wird ein prioritäres Handlungsfeld im neuen Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung sein. Forschung zu ethischen Aspekten ist im Rahmen der Bearbeitung von Grundsatz- und Querschnittsfragen der Digitalisierung im Bildungsbereich vorgesehen.
Mehr Informationen unter:

www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de

www.bmbf.de/de/bildungsforschung-1225.html


Die Innovations- und Technikanalyse (ITA) des BMBF analysiert und bewertet neue fachübergreifende Themen und zukünftige Entwicklungen von gesellschaftlicher Relevanz hinsichtlich ihrer Chancen und Risiken. Dabei werden die vielfältigen Dimensionen zukünftiger Entwicklungen erfasst. Welche ökologischen und ökonomischen Konsequenzen hat ein Zukunftstrend? Welche gesellschaftlichen und ethischen Debatten müssen geführt werden? Welche juristischen Herausforderungen bestehen und welche Hürden müssen beseitigt werden, um die Risiken zu minimieren? Im Sommer 2015 hat das BMBF 25 ITA-Vorhaben für eine zweijährige Förderung ausgewählt. Darunter befindet sich auch ein Themenfeld „Chancen und Risiken der Digitalisierung“.
Mehr Informationen unter:

www.zukunft-verstehen.de/ITA/ueber-ita


„Fachdidaktische Forschung zur Vorbereitung eines möglichen Unterrichtsfachs ‚Medienkunde‘“
[Priorität für 33,3%]

„Betriebliche Innovationsforschung zu Einsatz und Verbreitung neuer Technologien in Ausbildung und Betrieben“

[Priorität für 27,6%]

Gute Bildung für jeden Einzelnen – das ist das Ziel eines zukunftsfähigen Bildungswesens und Grundlage einer leistungsfähigen Gesellschaft. Das BMBF fördert daher Bildungsforschung. Im Kontext der Strategie „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“ wird die Begleitforschung zur digitalen Bildung ausgeweitet, u.a. mit dem neuen Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung. Ethische Aspekte der Digitalisierung stehen jedoch nicht im Zentrum der BMBF-Strategie oder der Begleitforschung. Ein Unterrichtsfach „Medienkunde“ ist nicht Forderung der BMBF-Strategie. Gefordert werden hingegen die Verankerung des Lernens mit digitalen Medien und die Vermittlung digitaler Kompetenz im Rahmen des Fachunterrichts, d.h. in allen Fächern. Im neuen Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung soll Forschung zur Digitalisierung von Lehr-/ und Lernprozessen unter Mitwirkung der Fachdidaktiken gefördert werden.
Mehr Informationen unter:

www.bmbf.de/de/bildung-digital-3406.html

www.bmbf.de/de/bildungsforschung-1225.html

www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de

III. Information, Kommunikation, Debatten

Welche Debatten soll das BMBF anstoßen? Zu welchen Themen soll verstärkt informiert werden?

„Ein strukturierter Überblick zu digitalen Medienangeboten in der Aus- und Weiterbildung wird geschaffen.“
[Priorität für 43,0%]

Siehe hierzu oben: Einrichtung einer Informationsstelle für offene Bildungsmaterialien (Open Educational Resources - OER).

Das BMBF hat mit der Studie „Digitale Medien in Betrieben – heute und morgen. Eine repräsentative Bestandsanalyse“ erstmals bundesweit Daten zur Nutzung und Einbindung digitaler Medien im betrieblichen Ausbildungskontext erfassen lassen Die repräsentative Erhebung, die das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und TNS Infratest unter über 3.000 Betrieben durchgeführt haben, bietet einen Überblick über die aktuelle Nutzung digitaler Medien nach Branchen, Betriebsgrößenklassen und Regionen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. In der Studie wurde auch untersucht, wie die Betriebe die künftige Bedeutung von digitalen Medien in der Aus- und Weiterbildung einschätzen.
Mehr Informationen unter:

www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/publication/sho...


TRACY (Training for Disaster and Emergency Scenario) ist ein vom BMBF-gefördertes, computerbasiertes Trainingsspiel (Serious Game), in dem verschiedene Katastrophenszenarien vom Brandfall bis hin zu Amoklagen in einem geschützten Lernraum authentisch trainiert werden können. Hierzu wurden beispielhaft die Räumlichkeiten des Verbundpartners Berliner Charité naturgetreu nachgebildet und so ein virtuelles Abbild der gewohnten Arbeitsumgebung geschaffen: von der Farbe des Bodens über die Anzahl der Betten je Zimmer bis hin zur Lage der Feuerlöscher und Brandmelder. Dieses „Serious Game“ dient dem Einsatz in der Fort- und Weiterbildung von Krankenhauspersonal.
Mehr Informationen unter:

http://gamedesign.htw-berlin.de/forschung/tracy


Das zentrale Lernportal der Druck- und Medienbranche „Mediencommunity“ für die Aus- und Weiterbildung ist aus einem BMBF-geförderten Projekt des Zentralen Fachausschusses Druck- und Medien hervorgegangen. Die Existenz dieses Portals Jahre nach Abschluss der BMBF Förderung ist ein gutes Beispiel für die im Programm „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“ geforderte Nachhaltigkeit.
Mehr Informationen unter:

www.mediencommunity.de


Über die Förderung von „Transfernetzwerken Digitales Lernen in der Beruflichen Bildung“ (DigiNet) werden Unternehmen u.a. dabei unterstützt, branchenspezifisch und/oder regional ineinandergreifende Strukturen aufzubauen (die sie ggf. auch gemeinsam nutzen können), die den Einsatz von digitalen Medien in der Aus- und Weiterbildung ermöglichen bzw. erleichtern. Die Vernetzung und Strukturierung bestehender Angebote ist hierbei ein wesentlicher Schritt.

Mehr Informationen unter:

www.qualifizierungdigital.de/de/foerderung-von-tra...


„Eine gesamtgesellschaftliche Wertedebatte auf der Basis von Toleranz und Wertschätzung bezieht Bürgerinnen und Bürger ein.“
[Priorität für 41,9%]

Bildungspraxis und -politik mit fundierter und anwendungsnaher Forschung zu unterstützen, um aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen - das ist das Ziel der Tagung „Bildungsforschung 2020“, die alle zwei Jahre stattfindet. Die nächste Veranstaltung ist für das Frühjahr 2019 vorgesehen, auf der erste Ergebnisse aus den Projekten der Fördermaßnahme „Forschung zur Digitalisierung im Bildungsbereich“ präsentiert werden können.

Mehr Informationen unter:

www.bildungsforschungstagung.de

Oberthema 2 „Wie lernen wir in Zukunft?“

I. Rahmenbedingungen, Regulierungsfragen, Förderansätze

Für welche Rahmenbedingungen soll sich das BMBF einsetzen? Welche Ziele können durch Förderansätze erreicht werden?

„Eine geförderte frei zugängliche zentrale Plattform für Lerninhalte und -instrumente erlaubt den Zugriff auf Module für individuelle Lerninhalte.“
[Priorität für 59,8%]

Eine vom BMBF beauftragte Machbarkeitsstudie zum Aufbau und Betrieb von OER-Infrastrukturen (Open Educational Resources) in der Bildung hat ergeben, dass der Aufbau einer zentralen Plattform nicht erfolgsversprechend ist. Eigenständigkeit, Subsidiarität und Nutzerbindung bereits existierender Angebote sind höher zu gewichten, als mögliche Vorteile einer zentralen Struktur. Empfohlen wird die technische Vernetzung bestehender (Teil‐)Infrastrukturen für digitale Lernressourcen, so dass diese einfacher auffindbar sind, ohne dabei die Vielfalt bereichsspezifischer Angebote einzuschränken.
Mehr Informationen unter:

www.pedocs.de/volltexte/2016/11715/pdf/OER_Machbar...


Das BMBF fördert als Informationsangebot speziell für das Thema offene Lernmaterialien in einem ersten Schritt den Aufbau einer OER-Informationsstelle beim Deutschen Bildungsserver. Siehe hierzu oben: Einrichtung einer Informationsstelle für offene Bildungsmaterialien (Open Educational Resources - OER)


„Durch digitale Begleitungssysteme wird die individuelle Förderung auch bildungsferner Zielgruppen unterstützt.“
[Priorität für 25,6%]

Der Einsatz digitaler Medien ermöglicht über die Grenzen tradierter Bildungswege hinweg, bestimmte Gruppen besser zu erreichen und zu fördern. Digitale Medien werden bei dem BMBF-Programm „Einstieg Deutsch“ (Basissprachangebot für Geflüchtete durch den Deutschen Volkshochschul-Verband) sowie in der Alphabetisierungsarbeit genutzt. Bei „Einstieg Deutsch“ wird begleitend zum Unterricht eine dafür erstellte Lern-App genutzt, die sowohl zum Wiederholen von Unterrichtsinhalten als auch zur Übung von Aussprache und Vokabular dient.

Für die Alphabetisierung hat das BMBF zwei Lernportale gefördert, die kostenfrei im Internet zur Verfügung stehen.

www.ich-will-lernen.de: Hier kann in unterschiedlichen Lektionen das Lesen und Schreiben gelernt und geübt werden, bei vollständiger Durcharbeit ist es als Vorbereitung zum nachholenden Hauptschulabschluss geeignet.

www.ich-will-deutsch-lernen.de: Dieses Lernportal richtet sich an Personen mit Deutsch als Zweitsprache bzw. Deutsch als Fremdsprache. Das Lernportal bildet die Inhalte des Integrationskurses in digital zugänglicher Form ab.
Mehr Informationen unter:

www.bmbf.de/de/alle-massnahmen-im-ueberblick-fluec...

II. Forschungsfragen

Zu welchen Themenfeldern sollte geforscht werden?

„Forschung zum richtigen Maß an individualisiertem Lernen durch digitale Systeme“
[Priorität für 66,3%]

Im neuen Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung sollen Art und Umfang des digitalen Medieneinsatzes – auch um den verschiedenen Altersstufen gerecht zu werden – ein wichtiger Forschungsgegenstand werden.
Mehr Informationen unter:

www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de


Sie hierzu oben: Die Innovations- und Technikanalyse (ITA) des BMBF. Im Rahmen des Themenfelds „Chancen und Risiken der Digitalisierung“ wird unter anderem das Projekt „E-Learning in der Schule - Segen oder Fluch?“ gefördert.
Mehr Informationen unter:

www.zukunft-verstehen.de/ITA/ita-vorhaben


„Forschung zur Erweiterung der ‚Gamification‘ von Lernen“
[Priorität für 17,4%]

Siehe hierzu oben: Förderprogramm „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“ und TRACY (Training for Disaster and Emergency Scenario).

In div. Förderrichtlinien ist die Einbeziehung von Lernspielen oder von Spielelementen möglich.

III. Information, Kommunikation, Debatten

Welche Debatten soll das BMBF anstoßen? Zu welchen Themen soll verstärkt informiert werden?

„Eine gesellschaftliche Debatte zu den Chancen der Digitalisierung im Umgang mit der Bildungsschere in Deutschland wird geführt.“

Siehe hierzu oben: Tagung „Bildungsforschung 2020“

Oberthema 3 „Wer lehrt in Zukunft?“

I. Rahmenbedingungen, Regulierungsfragen, Förderansätze

Für welche Rahmenbedingungen soll sich das BMBF einsetzen? Welche Ziele können durch Förderansätze erreicht werden?

„Die Freiheit und Produktion von Bildungsinhalten wird gefördert.“
[Priorität für 56,4%]

Siehe hierzu oben: Förderprogramm „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“:

Mehrere der im Rahmen des Programms veröffentlichten Bekanntmachungen sind geeignet, Strukturbildung für einen nachhaltigen Einsatz digitaler Medien in der beruflichen Bildung zu fördern. Hervorzuheben mit Blick auf Ausbildungsverantwortliche sind die Bekanntmachungen:

„Förderung von Medienqualifizierung pädagogischer Fachkräfte“ („MEPF“ v. 01.04.2015). MEPF unterstützt Schulungsmaßnahmen zum medien- und medienpädagogischem Kompetenzaufbau. Im Rahmen der geförderten Projekte spielt das Thema Motivation eine wichtige Rolle.

„OERinfo“, Maßnahmen zur Sensibilisierung und Qualifizierung von Multiplikatoren sowie Einrichtung einer „OER-Informationsstelle“ (siehe hierzu oben)


Open Access-Strategie: Mit seiner im September 2016 vorgelegten Open Access-Strategie startet das BMBF eine Reihe von Maßnahmen, die dazu beitragen werden, Open Access als einen Standard des wissenschaftlichen Publizierens in Deutschland zu etablieren. Hierdurch erhält die Allgemeinheit einen besseren Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen und kann diese auch zur Produktion von Bildungsinhalten nutzen.
Mehr Informationen unter:

www.bmbf.de/de/open-access-das-urheberrecht-muss-d...


„Lehrinstitutionen werden in die Lage versetzt, aktuelle und nachhaltige technische Ausstattung vorzuhalten.“
[Priorität für 29,5%]

„DigitalPakt#D“: Das Angebot des BMBF eines „DigitalPakt#D sieht vor, dass der Bund den Aufbau digitaler Ausstattung an allen deutschen Schulen über fünf Jahre in Milliardenhöhe fördert. Im Gegenzug setzen die Länder entsprechende pädagogische Konzepte um, gestalten die Lehreraus- und –fortbildung um und unterstützen für digitale Bildung notwendige Strategieentwicklungsprozesse vor Ort. Grundlage bildet eine Bund-Länder-Vereinbarung nach Art.91c GG.
Mehr Informationen unter:

www.bmbf.de/de/sprung-nach-vorn-in-der-digitalen-b...

II. Forschungsfragen

Zu welchen Themenfeldern sollte geforscht werden?

„Forschung zu Anforderungen an gute Lehrkräfte im Kontext digitaler Entwicklungen“
[Priorität für 32,5%]

Die Fördermaßnahme Forschung zur Digitalisierung im Bildungsbereich als Teil des neuen Rahmenprogramms empirische Bildungsforschung wird einen Schwerpunkt auf die Qualifizierung von Lehrpersonen und des Personals in Bildungsinstitutionen legen.
Mehr Informationen unter:

www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de


„Forschung zur Gestaltung von Lernumgebungen der Zukunft“
[Priorität für 26,5%]

Im Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung soll u.a. auch anwendungsbezogenes Grundlagenwissen für die Gestaltung zukunftsgerechter Lernumgebungen generiert werden.


„Erhebung der Bedürfnisse und Wünsche von Lernenden in Bezug auf den Einsatz digitaler Technologien“
[Priorität für 16,9%]

Siehe hierzu oben: Ausweitung der Begleitforschung zur digitalen Bildung

Die Bedürfnisse und Wünsche der Lernenden werden bereits auf vielfältige Art und Weise bei der Konzeption von Förderaktivitäten berücksichtigt. Neben der Beteiligung von Interessensvertretungen (Lehrerverbände, Gewerkschaften u.a.) und der KMK in Fachgesprächen und Workshops, kann auch auf eine Vielzahl von wissenschaftlich fundierten Studien zurückgegriffen werden. Neben der vom BMBF beim Bundesinstitut für Berufsbildung in Auftrag gegebenen Studie „Digitale Medien in Betrieben – heute und morgen. Eine repräsentative Bestandsanalyse“ (siehe oben), die sich auf den Lernort Betrieb fokussiert, stehen weitere Untersuchungen zur Verfügung. Der „Monitor Digitale Bildung – Berufliche Ausbildung im digitalen Zeitalter“ der Bertelsmann-Stiftung stellt die Situation an beruflichen Schulen in den Vordergrund (2016). Die Gütersloher Stiftung hat sich darüber hinaus in der Veröffentlichung „Individuell fördern mit digitalen Medien“ bereits 2015 umfangreich mit den Einsatzpotenzialen und Rahmenbedingungen des Einsatzes digitaler Medien, insbesondere am Lernort Schule beschäftigt. Weitere Beispiele sind die Studie „Digitale Schule – vernetztes Lernen“ des Digital-Verbandes Bitkom (2015), der regelmäßig erscheinende „Trendmonitor - mmb Learning Delphi“ (zuletzt 2016) des mmb-Instituts – Gesellschaft für Medien- und Kompetenzforschung sowie die Studienreihe „Schule digital - Der Länderindikator“ der Deutsche Telekom-Stiftung.


III. Information, Kommunikation, Debatten

Welche Debatten soll das BMBF anstoßen? Zu welchen Themen soll verstärkt informiert werden?

„Durch eine Kampagne wird zur Erhöhung der Wertschätzung des Lehrerberufs beigetragen.“

Mit der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung" unterstreichen Bund und Länder die herausragende Bedeutung von Lehrerinnen und Lehrern für den Erfolg des Bildungssystems. Gleichzeitig wird die Mobilität von Studierenden und Absolventen gewährleistet.
Mehr Informationen unter:

www.bmbf.de/de/qualitaetsoffensive-lehrerbildung-5...



Die Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern sind eng von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BMBF begleitet worden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden die weitere Ausgestaltung der Bildungs- und Forschungspolitik begleiten und bereichern.