ZukunftsForum II: Tauschen, Teilen, Selbermachen

„Tauschen, Teilen, Selbermachen“ – BMBF-ZukunftsNacht zur Sharing Economy

Am 23. Juni diskutierten Bürgerinnen und Bürger mit Staatssekretär Georg Schütte über die Sharing Economy und das neue Selbermachen

Rund 150 Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste aus Wissenschaft und Politik folgten der Einladung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und kamen am Abend des 23. Juni im Berliner Dienstsitz am Kapelleufer zusammen, um mit Staatssekretär Georg Schütte über Chancen und Herausforderungen der Sharing Economy zu sprechen.

Nachhaltigkeit ist die große Klammer der Sharing Economy

In der zweiten ZukunftsNacht verknüpften Bürger die Sharing Economy mit großen Erwartungen. Dabei kamen die unterschiedlichsten Perspektiven, Wünsche und Ideen zum Tauschen, Teilen und Selbermachen zur Sprache. Die Themen der Wortbeiträge reichten vom Wert der Nachbarschaft und lokalen Tauschringen über innovative Raumkonzepte für das Leben, Lernen und Arbeiten bis hin zu Rahmenbedingungen für das Crowdfunding. Ein wichtiges Anliegen der Bürgerinnen und Bürger: die Sharing Economy und der Trend zum Selbermachen sollen für die Gesellschaft einen Mehrwert bieten. Das BMBF möchte dazu beitragen und bezieht die Ergebnisse des Bürgerdialogs in die eigene Arbeit und die Entwicklung langfristiger Innovationsstrategien ein. „Das ZukunftsForum hat uns wichtige Impulse geliefert und gezeigt, welche Erwartungen es an die Forschungspolitik gibt“, sagte Staatssekretär Schütte.

Bildbeschreibung
Staatssekretär Georg Schütte auf der zweiten ZukunftsNacht
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Die Bürgerinnen und Bürger sehen die aufkommende Sharing Economy insbesondere als Motor einer nachhaltigeren Gesellschaft. Einigkeit herrschte auch darüber, dass Sharing viele Chancen bietet – dass es für die Nutzung dieses Potenzials aber Aufklärungs- und Informationsarbeit bedarf. „Tauschen, Teilen, Selbermachen hat viel mit neuen kreativen Prozessen zu tun, die wir nutzen sollten“, sagte Staatssekretär Schütte.

Die Bürgerinnen und Bürger stimmten zum Schluss über Handlungsempfehlungen des ZukunftsTages ab. Vom Staat wünschen sich die Teilnehmenden der ZukunftsNacht Anreize für nachhaltige Produkte und nachhaltigen Konsum. Besonderen Wert legen sie dabei darauf, dass sie darüber informiert werden, wie nachhaltiges Konsumieren unterstützt werden kann. Ganz oben steht für die Teilnehmenden der ZukunftsNacht zudem der Bedarf an Forschung, die die Auswirkungen und Einflüsse der Sharing Economy auf unsere Arbeit und Lebensqualität untersucht.

Hier finden Sie die vollständigen Abstimmungsergebnisse der ZukunftsNacht.

Sehen Sie hier Bildeindrücke der ZukunftsNacht.


Bürgerdialogreihe

Die Diskussionsveranstaltung „ZukunftsNacht“ ist Teil der Bürgerdialogreihe „ZukunftsForen“, die Bundesforschungsministerin Johanna Wanka im Sommer 2015 ins Leben gerufen hat. Die ZukunftsForen bringen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft gezielt miteinander ins Gespräch, um gemeinsam Antworten auf zentrale Zukunftsfragen zu finden. Bis 2017 wird in mehreren ZukunftsForen ein breites Spektrum an Themen debattiert.

Einen Monat zuvor: Kreative Stimmung auf dem ZukunftsTag

Bei den fünf Workshops des ZukunftsTags am 21. Mai hatten 50 Bürgerinnen und Bürger aus ganz Deutschland mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über Chancen, aber auch Fragestellungen der Sharing Economy und des Trends zum Selbermachens diskutiert. Nicht nur der Ort – das Berliner betahaus – war dabei inspirierend, auch die Stimmung der Teilnehmenden war durch offenen und kreativen Austausch geprägt.

Einen Rückblick auf den ZukunftsTag finden Sie hier.