ZukunftsForum II: Tauschen, Teilen, Selbermachen

Der ZukunftsMonitor

Die repräsentative Befragung zum Thema „Tauschen, Teilen, Selbermachen“ führte das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im April 2016 durch. Durch technischen Fortschritt ergeben sich auch neue Möglichkeiten, Güter und Dienstleistungen zu produzieren, zu vermitteln und zu nutzen – etwa durch virtuelle Tauschplattformen, 3D-Druck oder auch Baukästen wie etwa „Maker-Kits“. Über 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beantworteten insgesamt fünf Fragenkomplexe. Neben der Einstellung und den Erwartungen zu Sharing- und Maker-Angeboten wurde auch die Bereitschaft abgefragt, eigene Konsumgewohnheiten durch Angebote des Tauschens, Teilens und Selbermachens zu ergänzen.

Die Befragung zeigte unter anderem, dass sich jeder Dritte in Deutschland vorstellen kann, auf Eigentum zu verzichten und stattdessen Produkte lieber zu tauschen und zu teilen. Das können zum Beispiel Leihangebote für Kleidung sein: fast ein Drittel der Befragten ist diesem Service gegenüber aufgeschlossen. Am wenigsten Vorbehalte hatten Menschen, die in größeren Haushalten lebten – in Familien oder Wohngemeinschaften.

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Ein großer Teil der befragten Bürgerinnen und Bürger blickt optimistisch auf den Einfluss der Sharing Economy auf die Gesellschaft. 45 Prozent glauben, dass die Trends zum Tauschen und Teilen die Gesellschaft positiv verändern werden. Die Ansicht, dass Sharing-Angebote speziell den Umweltschutz stärken können, vertreten zwei Drittel der Befragten.

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Allgemein betrachtet werden in Deutschland Aspekte des Teilens und der Sharing Economy von mehr Menschen positiv bewertet als Technologien wie 3D-Druck. Mehr als die Hälfte der Befragten glaubt jedoch, dass 3D-Druck und Maker-Kits die Produktion von Gütern revolutionieren werden.

Als vorteilhafte Effekte des neuen Selbermachens nannten 61 Prozent der Befragten einen positiven Einfluss auf Kreativität und Gründergeist. Besonders deutlich fällt das Votum der Befragten bei der Bewertung des Potenzials für die Bildung aus. Jeder Zweite möchte, dass diese Technologien bereits in der Schule behandelt werden. Gerade junge Menschen tun sich dabei hervor. 71 Prozent der 14- bis 29-Jährigen wünschen sich, dass diese neuen Technologien Einzug in den schulischen Alltag halten.

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