Der ZukunftsTag

ZukunftsTag ̶ Live-Ticker

Verfolgen Sie hier am 22.08.2015 ab 10:00 den ZukunftsTag im Tickertakt!

Hier finden Sie Foto-Impressionen des ZukunftsTages.


Wir danken Ihnen für Ihr Interesse!

17:00 Pünktlich auf die Minute beginnt der Abstimmungteil des ZukunftsTages. Die Teilnehmenden entscheiden mit ihren bunten Klebepunkten über die finalen Empfehlungen an das BMBF. In der ZukunftsNacht am 8. September geht es dann an gleicher Stelle weiter. Im Bürgerdialog mit Forschungsministerin Johanna Wanka werden die Empfehlungen des ZukunftsTages diskutiert und politisch eingeschätzt.

16:53 Referatsleiterin Nicole Burkhardt lädt alle Anwesenden herzlich zur ZukunftsNacht am 8. September ein. "Ich bin absolut begeistert von den vielen verschiedenen Inputs." Zum Abschluss präsentiert sie markante Zitate der Workshop-Teilnehmer: "Ich möchte auch 2030 noch sagen können: Ich bin wie ich bin." Sie dankt allen Mitwirkenden und vor allem den Gästen des heutigen Tages.

16:48 Moderatorin Angela Köllner erläutert den anstehenden Abstimmungsteil des ZukunftsTages. Zunächst wirft der Saal einen Blick auf das Werk von Frau Faensen. Die Zeichnerin hat im Tagesverlauf ein beeindruckendes "Graphic Recording" des Diskussionsverlaufs im Wandtafelformat erstellt.

16:39 Der Workshop zur Pflege 2030 trägt vor. Wie kommen technische Innovationen in die häusliche Pflege? Welche Alternativen gibt es zur Heimpflege? Welche technischen Hilfsmittel sind überhaupt wirksam? ZukunftsTag-Experte Prof. Dr. Hülsken-Giesler ergänzt: "Im Bereich Pflege ist Deutschland noch Entwicklungsland."

16:35 Die Arbeitsgruppe "Körperkult" wird von der ZukunftsTag-Expertin Prof. Dr. Villa vertreten: "Was ist eigentlich ein guter Körper? Ein gesunder Körper? Ist das so klar, wie es scheint?"

16:27 Wie lässt sich "digitale" Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung vertiefen? Die Arbeitsgruppe "Gesunder Lifestyle" trägt ihre Empfehlungen an das BMBF vor.

16:21 ZukunftsTag-Experte Dr. Benedikter referiert kurz über "Cyborgisierung" und den anstehenden "Zivilisationssprung" hin zu einer Verschmelzung von Mensch und Maschine. Er rechnet mit einem Stimmungsumschwung von Abwehrhaltungen hin zu übertriebener Euphorie. Ein Teilnehmer gibt ein Beispiel: "Gibt es einen Arm, der besser ist als Ihr eigener?" Das Plenum ist verblüfft.

16:15 Mit frischer Kraft geht es jetzt zurück in die Vollversammlung. Die Workshop-Teilnehmer versammeln sich im Plenarsaal, um die erarbeiteten Empfehlungen in der Runde vorzustellen.

15:30 Und wieder geht eine Workshop-Phase zuende. Kaffeepause für alle!

15:20 Technik ist nicht alles, sind sich einige Teilnehmer sicher: "Wir finden es wichtig, dass Bauchgefühl und Intuition zum Menschenbild gehören." Überhaupt drehen sich die Gespräche oft um Bewusstseinsbildung. Gewünscht wird etwa die größere "Bereitschaft zur Gesundheitskompetenz", oder, wie eine Teilnehmerin fragt: "Wie bringt man Gesundheit als Wert zu Leuten, die gesund sind?"

15:10 Jetzt werden die Szenarien in konkrete Wünsche und Empfehlungen überführt. In den Workshops wird nicht nur geträumt, sondern auch konkret an die Welt von morgen gedacht.

15.02 "Je visionärer ein Zukunftszenario ist, desto besser." Als die Teilnehmer ihre Ideen aus den Kleingruppen zusammentragen, staunt mancher über die Fantasie der Workshop-Kollegen. Einige greifen in ihren Vorstellungen über das Jahr 2030 regelrecht zu den Sternen!

14:50 Die Arbeitsgruppen haben inzwischen lange Wunschlisten zusammengestellt: "Qualität der Verbraucherinformationen sichern", "Ärzte weiterbilden", ein "App-TÜV" zur Zertifizierung und Prüfung kommerzieller Angebote. Es werden neue Rollen für Ärzte, Apotheker und Krankenkassen formuliert. Auch eine wirtschaftlich unabhängige Informationszentrale analog zu den Verbraucherzentralen ist im Gespräch. Die Auftritte der Gruppensprecher werden mit Applaus bedacht.

14:20 Die Mittagspause ist vorbei und der ZukunftsTag startet in die Nachmittagsphase. Die Workshops teilen sich jetzt in Kleingruppen auf, um möglichst konkrete Zukunftsvisionen zu erarbeiten. Mal schauen, wo Zaungäste willkommen sind...


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13:20 Es beginnt die Mittagspause. In der Caféteria erwartet die Gäste ein gesundes Mittagsbuffet.

13:08 Eine Teilnehmerin wünscht sich mehr Technik bei der Pflege von bettlägerigen Menschen: "Es müssen Matratzen her, die Menschen automatisch wenden." Andere betonen, dass die Technik Pflegekräfte entlasten soll, um ihnen mehr Zeit für das persönliche Gespräch zu geben. In vielen Workshops zeigt sich ein gefühlter Konflikt zwischen Technik und zwischenmenschlichen Bedürfnissen.

12:55 Der Soziologe Roland Benedikter sagt voraus: "Das Geschäft mit dem menschlichen Körper wird der neue große Sprung der Technik und der Wirtschaft sein." Die Manipulation des Körpers, z. B. durch das Einpflanzen von Implantaten, ist ihm zufolge nicht mehr aufzuhalten. Benedikter spricht von einer "Verschmelzung von Mensch und Technik".

12:45 Eine Teilnehmerin warnt davor, dass Kinder zu früh in die Welt der Technik eingeführt werden: "Der Fortschritt der Technik sollte nicht dazu führen, dass Kinder überhaupt nicht mehr spielen. Viele Kinder bleiben lieber zuhause vor dem Computer, als sich an der frischen Luft zu bewegen."

12:40 Inga Bergen, Expertin für digitale Gesundheits-Apps, wünscht sich, dass die Kinder, die 2030 geboren werden, weniger chronische Erkrankungen haben.

12:20 28 mobile Gesundheits-Apps hat die AOK entwickelt, berichtet Kai Kolpatzik, Präventionsexperte des AOK-Bundesverbands. Die mit 24 Mio. Versicherten größte Krankenkasse in Deutschland unterstützt Forschung in vielen Bereichen, um die Medizin von morgen schnell zu den Versicherten zu bringen. Als Beispiel nennt er Krankenschwestern, die bei Hausbesuchen ihre Arbeit digital dokumentieren. Allerdings müssten Akzeptanz, Nutzen und Wirksamkeit der Methoden stimmen, betont Kolpatzik.

12:15 Erste Workshop-Runde: "Therapien verbessern, medizinischen Fortschritt erreichen, die Lebensqualität im Alter erhalten" - So lauten die Ziele, die einige Teilnehmer zu Beginn nennen. Viele haben eine ganz persönliche Beziehung zu Gesundheit, Therapie und Rehabilitation, das wird schnell deutlich. "Ich habe viele Menschen in Familie und Freundeskreis, die an Krebs erkrankt sind", so eine Teilnehmerin.

11:37 Per Handzeichen verteilen sich die Gäste auf die Workshops. Eine kurze Kaffeepause beginnt.

11:28 Frau Köllner stellt die Themen der heutigen Workshops vor: "Therapie und Rehabilitation 2030", "Gesunder Lifestyle und Selbstvermessung 2030", "Technisch optimiert - Der menschliche Körper 2030", "Pflege 2030", "Körperkult und Ästhetik 2030". Unverkennbar geht es also um den Blick in die Zukunft...

11:26 Bürgerbeiträge: "Wie schaffe ich die Brücke von mir zur Technik? Früher beriet mich mein Arzt. Wer ist heute unser Lotse in der Gesundheitstechnologie?"

11:22 Weitere Bürgerbeiträge: "Wichtig ist ein guter Hausarzt, nicht die ganze Gerätemedizin. Manches will ich gar nicht, und kann nicht nein sagen. Was geschieht z. B. mit Genom-Daten im Internet? Wünschen Ärzte überhaupt Patienten auf Augenhöhe? Wie wissen wir alle, was eine qualifizierte und relevante Information im Internet ist?"

11:16 Frau Köllner hat leichte Mühe, das Wort zu übernehmen. Das Bürgergespräch ist in vollem Gange. Erste Bürgerbeiträge: "Zwei-Klassen-Medizin beschäftigt uns sehr. Wer hat überhaupt Wahlmöglichkeiten zu den neuen Technologien? Was erfährt man durch die Krankenkassen? Wer finanziert das?"

11:07 Moderatorin Angela Köllner übernimmt das Wort und eröffnet die "Flüsterrunde". Die Saalgäste wenden sich einander zu, um ihre Eindrücke auszutauschen. Der DIALOG beginnt...

11:05 Belliger: Es wird Zeit, dass wir uns zusammensetzen und die Zukunft besprechen. "Wir alle sind Experten, wenn es darum geht, Gesundheit neu zu denken."

11:01 Belliger: Die Rollen im Gesundheitswesen verschieben sich. Die Patienten geben sich mit der passiven Rolle nicht mehr zufrieden. "In den USA pflegen bereits 30 Prozent der Menschen ihre Angehörigen selbst. Granny Pods sind Pflegehäuser für den Garten, in denen Pflegebedürftige betreut werden."

10:58 Belliger: Die Blue-Button-Bewegung setzt sich dafür ein, Krankendaten über einen einfachen Download für Patienten zugänglich zu machen. Wo dies nicht möglich ist, beschaffen sich "Care-Hacker" diese Daten bereits illegal.

10:55 Belliger: In niederländischen Krankenhäusern gibt es bereits die Position des "Chief Listening Officer".

10:52 Belliger: Kommunikation, Transparenz und Partizipation sind die neuen Werte der vernetzten Welt, so auch im Gesundheitswesen. Die USA sind weit vorne. Europa zögert noch. "Kommunikation ist für die Wirksamkeit von Medizin entscheidend."

10:47 Frau Belliger stellt die neue Generation der Gesundheits-Apps vor. Es gibt einen Trend, die Funktionalität verschiedener Apps zu bündeln: Blutdruck, Blutzuckermessung, Stress nach Traumata. Dazu die neue Hardware: Wearables, Insideables, "kluge Socken", "Food-Scanner", Hirnstrommesser, Medikationshilfen. Einige Details lösen lautes Lachen im Saal aus.

10:42 Belliger: Die Vernetzung betrifft Patienten und Fachleute gleichermaßen. Die Online-Communities zu Gesundheitsthemen wachsen weltweit. Ganz vorne mit dabei: Die "Silver-Surfer" der über 60-Jährigen. Mindestens 40.000 Gesundheits-Apps sind heute erhältlich. "Britische Ärzte verschreiben Apps wie Medizin."

10:39 Frau Belliger erläutert die neue Philosophie der Partizipation. Online-Vernetzung wird Mainstream. Der "vernetzte Patient" entsteht.

10:35 Frau Belliger führt vor Augen, wie sich die Einstellungen gegenüber dem öffentlichen Teilen persönlicher Informationen in den letzten 20 Jahren verändert hat. Wir haben uns geöffnet. Frau Belliger erklärt, wie man seine Genom-Daten bei US-Dienstleistern bestellt. In den entsprechenden Online-Communities werden Genom-Daten bereits "getauscht".

10:30 Die Themenpatin des ersten ZukunftsForums, Prof. Dr. Andréa Belliger, beginnt ihren Vortrag. Sie schildert den Fall des Krebspatienten Dave, der mithilfe von Online-Communities die Möglichkeiten seiner persönlichen Therapie in eigene Hände nahm.

10:28 Roboter in der Pflege? Was vor 15 Jahren absurd klang, rückt heute in den Bereich des Denkbaren. Laut ZukunftsMonitor kann sich jeder Vierte in Deutschland das tatsächlich vorstellen. Herr Beyer wünscht allen Beteiligten des Tages "Viel Spaß"!

10:23 Die Ergebnisse des ZukunftsMonitors stehen jetzt im Mittelpunkt. Ein überraschendes Ergebnis: Es gibt durchaus ein positives Verhältnis der Deutschen zu neuronalen Implantaten zur Steigerung geistiger Fähigkeiten. Im Saal stimmt die Mehrheit spontan eher dagegen. Und schon beginnt die Diskussion im Detail...

10:18 Frau Köllner stellt den Dialogprozess der ZukunftsForen vor und bittet Herrn Beyer um Erläuterungen zur Themenwahl. Hightech-Medizin bedarf der besonderen Sorgfalt: Was können wir? Was dürfen wir? Ziel ist die möglichst kontroverse Diskussion.

10:10 Engelbert Beyer, Unterabteilungsleiter Innovationsstrategien im BMBF, ergreift das Wort und begrüßt die anwesenden Expertinnen und Experten. Wozu ein Bürgerdialog? Es geht um einen unbefangenen Blick auf Innovationen für Deutschland. Wohin verändert sich die menschliche Gesundheit? Welche Entwicklungen rühren an die Würde des Menschen? Welche Perspektiven gibt es für die Zukunft und welche Empfehlungen haben die Bürgerinnen und Bürger?

10:05 Nach einem kurzen Filmtrailer begrüßt die Moderatorin Angela Köllner 60 Bürgerinnen und Bürger aus ganz Deutschland zum ersten ZukunftsTag. Die Gäste haben Schrittzähler erhalten, die am Ende des Tages verglichen werden können, was für Schmunzeln sorgt. Frau Köllner stellt die Tagesagenda vor und informiert über das BMBF-Gebäude.

10:00 Herzlich willkommen zum ersten ZukunftsTag der neuen ZukunftsForen des BMBF. In den kommenden ca. 7 Stunden wollen wir Ihnen die wichtigsten Eindrücke möglichst in Echtzeit schildern. Der ZukunftsTag bildet zusammen mit dem ZukunftsMonitor und der ZukunftsNacht das Grundgerüst des neuen BMBF-Bürgerdialogs. Heute treffen sich mehr als 50 Bürgerinnen und Bürger aus ganz Deutschland im Berliner Dienstsitz des BMBF, um gemeinsam mit Expertinnen und Experten über die Gesundheitstechnologien der Zukunft zu sprechen. Was tut uns und unserer Gesundheit wirklich gut?