ZukunftsForum I: Gesundheit neu denken

Die Themen

Was tut unserer Gesundheit wirklich gut? Welche Technologien brauchen wir und vor allem wie viel davon? Und woran wollen wir in Zukunft forschen? Das sind die Fragen des ersten ZukunftsForums "Gesundheit neu denken – Wohlergehen durch Hightech-Medizin und Selbstoptimierung?"

Der tiefgreifende Wandel der Informations- und Kommunikationstechnologie bietet zahlreiche Möglichkeiten für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens. Mit Hilfe der mobilen Telemedizin können heute beispielsweise Patientinnen und Patienten im ländlichen Raum aus der Ferne betreut werden. Technologien wie "Ambient Assisted Living" und "Smart Home" tragen dazu bei, dass ältere oder erkrankte Menschen länger selbstbestimmt in ihrem gewohnten Umfeld leben können. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Krankenkassen beteiligen sich an der Entwicklung so genannter "Wearables". Dazu zählen Pulsmesser genauso wie „intelligente" Kleidung, die Körperdaten mithilfe von Nanosensoren erfasst. Mit der elektronischen Gesundheitskarte und einem sicheren, vom Internet getrennten elektronischen Gesundheitsnetz können Gesundheitsdaten in Zukunft sicher, schnell und elektronisch zur Verfügung gestellt werden.

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Durch mobile Telemedizin können beispielsweise Patientinnen und Patienten im ländlichen Raum aus der Ferne betreut werden und somit länger selbstbestimmt in ihrem gewohnten Umfeld leben.
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Doch längst meint Wohlergehen mehr als nur Gesundheit. Den eigenen Körper und das eigene Denken aktiv zu beeinflussen und zu gestalten, ist das zentrale Motiv der "Selbstoptimierung". Die stetige Verbesserung von Gesundheit, Ernährung, Schönheit und Fitness werden zum wichtigen Bestandteil des Lebensstils. Zahlreiche neue Produkte wie z. B. Diät- und Fitness-Apps, Nahrungsergänzungsmittel zur Verbesserung der Haarstruktur oder gegen vorzeitige Hautalterung werden auf den Markt gebracht. Die Anzahl der Schönheitseingriffe steigt stetig.

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Neue Produkte wie z. B. Diät- und Fitness-Apps sollen dabei helfen, das Wohlergehen zu steigern.
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Neben dem Trend, Wohlergehen mit technischen Mitteln herzustellen, können wir heute aber auch die gegenläufige Entwicklung beobachten. Ein Teil der Gesellschaft sucht Entlastung von der vermeintlich omnipräsenten Leistungsgesellschaft und definiert das eigene Wohlbefinden in Begriffen wie „Entschleunigung" und „Achtsamkeit“. Hier geht es um eine nach innen gerichtete, positive Selbst- und Körperwahrnehmung und um Genuss. Sport in der Natur, Meditation, Yoga und Naturheilverfahren gelten als Gegenpol zu einer immer virtueller werdenden Welt. Entschleunigung und Selbstoptimierung schließen sich allerdings nicht aus, sondern können auch ineinander greifen oder sich ergänzen.

Was also tut uns wirklich gut? Welche Technologien brauchen wir und vor allem wie viel davon? Und woran wollen wir in Zukunft forschen? Das sind die Fragen des ZukunftsForums "Gesundheit neu denken – Wohlergehen durch Hightech-Medizin und Selbstoptimierung?"

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