ITAFORUM 2017

Zusammenfassung Abschlussdiskussion

Zwei Tage, fünfundzwanzig Projekte: Das ITAFORUM 2017 war ein spannender Streifzug durch die Welt der Innovationen. In ihrer Abschlussdiskussion zeigten sich auch die anwesenden Mitglieder des ITA-Beraterkreises beeindruckt von den Vorträgen.


Verhalten ändert sich unterschiedlich schnell

So verwies Prof. Dr. Tobias Kretschmer, Vorstand des Instituts für Strategie, Technologie und Organisation an der Ludwig-Maximilians-Universität München, auf den guten Querschnitt des Themenfeldes „Chancen und Risiken der Digitalisierung“. „Bei allen diesen Projekten hat man gesehen, wie groß wirklich die Auswirkungen auf jedes Feld des Lebens sein werden“, sagte Kretschmer. Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende des ITA-Beraterkreises Prof. Dr. Michael Decker. Für ihn war besonders das unterschiedliche Tempo der Entwicklungen bemerkenswert. So würden sich die Kommunikationsformen sehr schnell ändern. Beim Mobilitäts- und Essverhalten hingegen seien die Menschen deutlich weniger dazu bereit. „Vielleicht sieht man so etwas parallel auch nur in einem ITAFORUM, weil da die Bandbreite der Themen so groß ist“, sagte Decker.

Bürgerbeteiligung bei Innovationen

Als ein Thema, das sich durch alle 25 Projekte zog, hat Decker die Partizipation ausgemacht. Auffällig seien aber die unterschiedlichen Erwartungen an diese Teilhabe. Hier knüpfte Dr. Rajnish Tiwari vom Institut für Technologie- und Innovationsmanagement an. Es komme auf die Akzeptanz der Innovationen, nicht nur auf den Preis an, gab der Wissenschaftler zu bedenken. „Insgesamt geht es tatsächlich auch darum, dass es mehr Gerechtigkeit gibt“, so Tiwari. Deshalb sei Einstellungsforschung sehr wichtig, stimmte Kretschmer zu. Einig waren sich die drei Mitglieder des ITA-Beraterkreises darin, dass weiter geforscht werden müsse. Ob bei kreativen Stromsystemen, Mobilitätskonzepten, Sharing Economy oder In-vitro-Fleisch: Die ITA-Projekte haben zwar wichtige Erkenntnisse zusammengetragen. Doch die Untersuchungen müssten fortgesetzt werden, hieß es. Das ITAFORUM 2017 hat in jedem Fall wichtige Impulse geliefert.



Prof. Dr. Michael Decker, Stellvertretender Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) in Karlsruhe und Vorsitzender des ITA-Beraterkreises:

Decker.png

„Wir diskutieren die Projekte, Ergebnisse, Methoden, Anwendungen weiter und haben hier im ITAFORUM die Möglichkeiten, die Diskussionen zu beeinflussen.“





Prof. Dr. Tobias Kretschmer, Vorstand des „Instituts für Strategie, Technologie und Organisation“, Ludwig-Maximilians-Universität München:

kretschmer.png

„Wenn ich über Innovationen nachdenke, geht es in erster Linie darum, auch Lösungen für Endnutzer zu finden.“






Dr. Rajnish Tiwari, Institut für Technologie- und Innovationsmanagement (TIM), TU Hamburg-Harburg:

tiwari.png

„Das Thema soziale Nachhaltigkeit war sehr wichtig für uns. Denn insgesamt geht es tatsächlich auch darum, dass es mehr Gerechtigkeit gibt.“